In früheren Zeiten war der Lachs in unserer Region stark verbreitet, der alljährliche Lachsfang zwischen November und Dezember stellte ein wichtiges Ereignis dar. Der Lachs ist ein Wanderfisch, der normalerweise im Meer lebt – zum Laichen kehrt er jedoch zu seinem Geburtsort, nämlich die Oberläufe unserer Bäche und Flüsse, zurück, wo die Jungfische 1-2 Jahre leben, bevor sie ins Meer abwandern.
Doch mit der Inbetriebnahme der ersten Staustufen und Schleusen in den 50er Jahren wurde der Lachs vor ein unüberwindbares Hindernis gestellt, die Population in unserer Gegend nahm daher rapide ab.
Deshalb wurde 1995 das von EU, Bund und Ländern finanzierte Projekt „Lachs 2000“ ins Leben gerufen, in dessen Rahmen man Lachsbrütlinge in den heimischen Gewässern aussetzte und zusätzlich die Fischaufstiegshilfen in den Moselstaustufen verbesserte. Sofern der Lachs die Wanderhindernisse überwinden kann, ist dann jährlich im Spätherbst mit den laichreifen Rückkehrern zu rechnen. |